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Herzlich Willkommen!

Hallo, willkommen auf meiner Blog Seite!

Mein Name ist Alexandra Loibl. Ich arbeite selbständig als Ernährungstrainerin und Nährstoffcoach, wie auch als TCM Ernährungsberaterin.

Wie du siehst dreht sich fast alles um Ernährung, die ja schon ganz schön viel in unserem Körper mitzureden hat. Denn das was wir täglich essen beeinflusst nicht nur die Zusammensetzung unseres Körpers, sondern auch unseren Geist und unsere Seele. Somit entscheidest du täglich mehrmals wie du dich fühlst.

In diesem Blog findest du einiges zu dem Thema gesunde Ernährung wie auch zu anderen Bereichen, die in das Leben so hineinspielen. Da ich gerne mit anderen Professionisten zusammenarbeite, wirst du auch so manchen Gastbeitrag finden.

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Viel Spaß beim Lesen

 

Crocus sativus

Safran

  -  Safran
Überschrift Safran

viel mehr als nur ein Gewürz

„Backe, backe Kuchen,

Der Bäcker hat gerufen.

Wer will guten Kuchen backen,

der muss haben sieben Sachen,

Eier und Schmalz,

Zucker und Salz,

Milch und Mehl,

Safran macht den Kuchen gehl!

Schieb, schieb in’n Ofen ’nein.“

Populäres deutschsprachiges Kinderlied

vermutlich aus Sachsen und Thüringen vor dem Jahr 1840.

Safran im Getränk

Wer kennt nicht dieses alte Kinderlied?

Safran ist ein weit bekanntes und uraltes Gewürz.

Der Ursprung ist nicht gesichert. Funde lassen darauf schließen, dass dieses besondere Gewürz bereits vor 3.500 Jahren im alten Griechenland auf den kretischen Gebirgshängen angebaut wurde. Aber auch Kaschmir im Himalaya Gebiet ist als Heimat im Gespräch, wie auch die Bewohner des Zweistromlandes in Vorderasien. Die Araber brachten das edle Gewürz nach Europa. Seit dem 9. Jahrhundert ist es auch in Spanien bekannt, wo es heute vielfach angebaut wird. Schnell erweckte das kostbare Gewürz Aufmerksamkeit bei Klerus und Adel, wo es vorerst als Färbemittel für Speisen Verwendung fand. Butter, Käse, Speisen und Getränke wurden damit gefärbt. Bereits im 14. Jahrhundert wurde eine medizinische Anwendung des goldgelben Gewürzes erstmals in einem medizinischen Lehrbuch erwähnt – wegen seiner Farbe bewirke er ein sonniges Gemüt.

Das goldige Gewürz wird aus dem Krokus genauer gesagt aus dem Crocus sativus gewonnen. Es sind seine Stempelfäden, die hier zur Anwendung kommen. Denn der Krokus selbst ist giftig. Ein Krokus beinhaltet drei solcher Narbenschenkel. Seit jeher wird die Krokuszwiebel per Hand gesetzt. Zur Blüte gelangen diese farbenprächtigen Multitalente im Spätherbst kurz vor Winterbeginn. Die Blüte erfolgt nur einmal und muss per Hand eingesammelt werden, um noch am gleichen Tag die drei Narbenschenkel entnehmen zu können. Für 1 Kilo Safran benötigt es ca. 200 Arbeitsstunden und eine Menge von rund 200.000 Blüten die etwa 2000 Quadratmeter Fläche benötigen. Die empfindlichen Kostbarkeiten werden nach der Ernte über Holzkohlenfeuer oder im Elektroofen getrocknet. Erst jetzt entfalten die Fäden ihre spektakuläre Farbe und ihr besonderes Aroma, welches als erdig und bittersüß mit einem Hauch von Rose und Honig beschrieben wird. Nun lässt sich erahnen, warum Safran als teuerstes Gewürz der Welt gilt und es einst tatsächlich mit Gold aufgewogen wurde. Schon vor 1000 Jahren war Safran dreimal teurer als Pfeffer, heute beträgt der Preis ein Vielfaches davon. Daher ist Safran auch das meist verfälschte Gewürz. Im Mittelalter wurden die Fälscher oft mit dem Tode bestraft. Für das Strecken von Safran wurde man damals kurzerhand verbrannt. Heute sieht man das nicht mehr so als problematisch, denn auch in unserer Zeit gibt es oft Fälschungen. Meist handelt es sich um Ringelblumen Färberdistel/ Saflor, Löwenzahnblüten, Rindfleischfasern, Sandelholzsplitter, oder gar rote Plastikfäden.

Safranfeld 550x550px

Hier clicken- Tipp!

Wie erkennt man eine Fälschung?

Meist werden die gefälschten Safranfäden zu sehr günstigen Preisen angeboten. Man kann folgenden Trick anwenden: Den Safran in warmes Wasser legen. Der sagenhafte rot, goldene Farbstoff Crocetin (Karotinoid) ist wasserlöslich und färbt die Flüssigkeit in seine unwiderstehlichen Farbton und entfaltet den typischen Safran- Duft.

Heutzutage weiß man, dass Safran wertvolle Inhaltsstoffe enthält, wozu auch Crocin zählt, welches für die gelbe Pigmentierung der Narben verantwortlich ist, Prikrocrocin, gibt dem Safran den rostigen, bitter süßen Geschmack; sowie Safranal, welcher den erdigen Duft abgibt. Insgesamt sind ca. 300 Inhaltsstoffe in Safran enthalten. Allerdings sind einige teilweise noch nicht isoliert dargestellt worden. Doch Safran ist nicht nur ein Gewürz das Speisen fantastisch aussehen lässt und ihnen eine besondere Note verleiht, sondern weist viele andere Eigenschaften auf, die es wert sind, davon zu berichten.

Safran findet man in vielen Kulturen. In der ayurvedischen Ernährung findet der Safran fast in jedem Getränk Anwendung, damit die Sinnlichkeit angeregt werden soll. Mit nur 1 Gramm kann man 100 Liter Wasser stark gelb färben. Das goldige Gewürz kann zu einem Tee aufgegossen werden und bei Altersschwäche, Krämpfe, Kreislaufstörungen, zu schwacher Menstruation oder bei einem Schlaganfall gegeben werden. Da man nur geringste Mengen braucht ist die Gefahr der Überdosierung nicht zu befürchten. Man hat in mehreren Studien nachgewiesen, dass Safran Hormone beeinflussen kann, diese wirken vor allem Sexualbereich.

Auch in der TCM findet man Einträge zum Safran:

Safran vermag die Durchblutung zu aktivieren und beseitigt die Blutstase. Er bewegt das Blut und hilft schmerzhafter Menstruationsblutung, unregelmäßiger Regelblutung, Schmerzen, Krämpfe, Menopausen Syndrom, Wechseljahrbeschwerden, Klimakterium aber auch bei Impotenz und Libidoverlust.

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert Safran die Durchblutung. Und kann bei Blutstase bei bestimmten Tumoren, Zysten und verhärteten Blutgerinnseln eingesetzt werden.

Es kühlt das Blut und entgiftet. Es beruhigt den Geist.

Safran wirkt stimulierend, carminativ (blähungs- und gärungswidrig), spasmolytisch (krampflösend), menstruationsfördernd, nervenstärkend.

Sein Geschmack ist bitter, scharf, süß. Die sogenannte „Fünf-Elemente“ -Theorie in der chinesischen Medizin besagt, dass der Geschmack von TCM-Inhaltsstoffen eine Schlüsselfaktor für ihre Wirkung im Körper ist. Süße Zutaten wie Safran neigen dazu, akute Reaktionen zu verlangsamen und den Körper zu entgiften. Sie haben auch eine tonisierende (belebende) Wirkung, weil sie Qi und Blut wieder auffüllen. Der süße Geschmack entspannt, nährt, tonisiert, harmonisiert, wird dem Element Erde zugeordnet, wirkt sanft nach oben, harmonisiert sanft nach oben. Liefert eine stabile Kraft, beruhigt, es formt, festigt das QI. In der Chin. Medizin hat es die Aufgabe Qi, Yin, Yang stärken.

Eine Einnahme wird nur in geringsten Dosen empfohlen. Ab 5 g wirkt er toxisch, 10- 20 Gramm können tödliche Vergiftungen verursachen. Die Tagesdosis/ Obergrenze liegt bei 1,5 Gramm.

Früher wurde Safran als Wehen treibendes Mittel verwendet, wenn die Geburt nicht in Gang kam. Daher gehört Safran gehört zu den verbotenen Gewürzen in der Schwangerschaft, denn er löst

Uteruskontraktionen aus. Außerdem wurde er als Schmerz und Beruhigungsmittel bei Kindern verwendet.

Safran kann man auch äußerlich anwenden:

2-3 Fäden im Mörser pulverisieren und mit etwas Honig verrühren. Damit können entzündetes Zahnfleisch, blaue Flecken Schürfwunden und Verbrennungen behandelt werden. Es gibt auch einen wildwachsenden Frühlingssafran (Crocus albiflorus), der sieht seinem exquisiten Verwandten sehr ähnlich weist aber keine seiner Eigenschaften auf.

Anbau:

Heute wird Safran auf riesigen Feldern im Iran angebaut. In Europa ist Spanien der wichtigste Lieferant mit seinen Safrankulturen in Kastilien- La Mancha. Aber auch Marokko, Algerien, Türkei und Griechenland kultiviert Safran.

In Mitteleuropa findet man Safrananbau:

In Mund im Kanton Wallis in der Schweiz, Aquila in den Abruzzen in Italien, Boynes im Loire-Tal in Frankreich, aber auch in unserer kleinen feinen Heimat wird in Dürnstein in der Wachau Safran kultiviert.

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Hier zu Lande wird Safran meist rein als Gewürz verwendet und verfeinert Speisen wie ein Risotto Milanese, eine spanische Paella oder ein arabischer Pilaw. Cremige Spargel,- oder Karfiolsuppen werden durch die Zugabe von etwas Safran goldig koloriert.

Aber auch edler Fisch, Meeresfrüchte und helle Soßen profitieren von der färbenden Eigenschaft von Safran. Seinen Geschmack entfaltet der Safran perfekt in Milchreis, Gries Flammeri, süßen Soufflés oder gar einer Creme brulée, Rührkuchen oder Biskuites.

Safran lässt sich wunderbar mit anderen Aromen zu einem Bukett arrangieren. Dazu gehören Vanille, Zimt, Zitrusnoten von Orangen, Limetten, Zitronenschalen.

Exquisite Arrangements sind zum Beispiel Fleur de Sel + Safran, die Jakobsmuscheln oder honiggratinierten Ziegenfrischkäse eine einzigartiges Geschmackserlebnis verleihen.

Das Fleur de Sel mit Safran kann man übrigen leicht selbst herstellen: Hochwertiges Meersalz mit einigen Safranfäden mit einem Mörser zerstoßen.

Auf den Punkt gebracht!

„Das Multitalent Safran“

Die Einnahme von Safran sollte den Wert von 1,5 g als Tagesdosis nicht überschreiten. Studien zeigten, dass eine Gabe von 28 mg Safranextrakt (Affron)  eine  signifikante Abnahme der negativen Stimmung und Symptome im Zusammenhang mit Stress und Angst bei einer Dosis von 28mg/Tag (mit einem signifikanten Unterschied zwischen 28mg/Tag und Placebo  zu erkennen war, sich aber bei 22mg keine Behandlungswirkung zeigte. Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28735826/

Hilft bei Stress und Schlafstörungen

Das goldige Gewürz kann zu einem Tee aufgegossen werden und bei Altersschwäche, Krämpfe, Kreislaufstörungen, zu schwacher Menstruation gegeben werden.

Er bewegt das Blut und hilft bei schmerzhafter Menstruationsblutung, unregelmäßiger Regelblutung, Schmerzen, Krämpfe, unregelmäßiger Blutung

Hilft bei Menopausen Syndrom, Wechseljahrbeschwerden, Klimakterium aber auch bei Impotenz und Libidoverlust.

Safran gehört zu den verbotenen Gewürzen in der Schwangerschaft, denn er löst Uteruskontraktionen aus.

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert Safran die Durchblutung.

ein Krokus

Quellen: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Backe,_backe_Kuchen

https://heilpraktiker.de/naturheilkunde/die-medizinische-wirkung-von-safran-auf-den-menschlichen-organismus

https://www.gewuerzkarawane.de/safran.html +

Dr. Manuela Mahn Gewürze- das Standardwerk S. 58/59

https://www.sativus.com/de/safran/die-hauptbestandteile-von-safran/

Siegrid Hirsch und Felix Grünberger Die Kräuter in meinem Garten S. 413/ 414

https://www.meandqi.com/herb-database/saffron

https://www.therapeutika.ch/Crocus+sativus

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